Zum Transviamala-Lauf bzw. dem „Tränsveiämala Rann änd Wohk“

Der Transviamala-Lauf bzw. der "Tränsveiämala Rann änd Wohk": Wozu das häßliche Denglisch?

Der Transviamala-Lauf bzw. der „Tränsveiämala Rann änd Wohk“: Wozu das häßliche Denglisch?

Der Transviamala-Lauf (für Dengländer wohl der „Tränsvaiamala Rann änd wohlk“ bzw. „Transviamala run and walk“) war auch dieses Jahr wieder ein voller Erfolg. Mehr Anmeldungen als Leute, die teilnehmen konnten.

Das überflüssige Denglisch steht hierbei im krassen Widerspruch zum diesjährigen Schwerpunktthema „lebendige Traditionen“.

Es gäbe soviele schöne Namen zum Beispiel auf Rhätoromanisch. Und so würde man ein stückweit dazu beitragen, daß das gerade im Domleschg und der Regio Viamala „vom Aussterben bedrohte“ Romanisch etwas erhalten bliebe. Anstattdessen setzt man bei der Namensgebung auf völlig kreativloses Dengleutsch.

Die Viamala-Schlucht auf einer Zeichnung von Goethe / Bleistift und Feder mit Sepia, 1. Juni 1788

Die Viamala-Schlucht auf einer Zeichnung von Goethe / Bleistift und Feder mit Sepia, 1. Juni 1788

Warum dann nicht gleich anstatt „run Herren“ und „run Damen“ umsteigen auf „run men and run woman„?

Beim weiteren Besuch der Seite Transviamala.ch sieht man aber, daß es teilweise sogar umgesetzt wurde, auch romanische Begriffe zu verwenden. So gibt es „cursa da juniors“ und „cursa da lumpazis“. Warum also ausgerechnet im Namen häßliches Denglisch verwenden?

Man könnte ja auch gleich noch Viamala, zu Deutsch „schlechter Weg“, ins Englische transferieren.

Dann wäre es der „trans bad-way run & walk„. Das wäre jedenfalls schön konsequent.

Und würde doch auch so herrlich modern Englisch klingen. Oder ist es vielleicht nicht einfach von vorgestern, Englisch nachzuäffen und immer noch zu glauben, damit würde man besondere Modernität markieren können?

Zum Thema ein Video

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