World snow weeks Tschappina: Marketing-Gau für die Regio Viamala

Man gibt Region-Anlässen weltmännisch daherkommende Namen und verzichtet auf den eigenen (Regio Viamala) und dann bringt man es nichtmal fertig, die eigene Tourismusseite auf Englisch für Touristen zur Verfügung zu stellen. (Bildschirmfoto: Webseite von Viamala-Tourismus zu den "World snow weeks")

Man gibt Region-Anlässen weltmännisch daherkommende Namen und verzichtet auf den eigenen (Regio Viamala) Und dann bringt man es nichtmal fertig, die eigene Tourismusseite auf Englisch für Touristen zur Verfügung zu stellen. (Bildschirmfoto: Webseite von Viamala-Tourismus zu den „World snow weeks“, GROßANSICHT: auf Bild KLICKEN)

(Remo Maßat) In Oberurmein bzw. dem Skigebiet Tschappina durften also im Januar Kindergärtler aus Masein, Paspels, Scharans, Sils im Domleschg und Thusis eine Skiwoche genießen.

In einer anderen Woche wurden dann Schneemänner in allen Variationen gebaut.

Es nennt sich World snow weeks Tschappina.

Es fragt sich:

Warum um alles in der Welt muß ein derartiger Anlaß in phantasielosem Denglisch, „World snow weeks“, sprich „Wöhrld Snoh Wiieks“, daherkommen?

Was will man damit erreichen? Weltmännisch wirken? Das ist doch lächerlich bei einem Anlaß, der derart lokal ist, bei dem Kindergärtler von nicht einmal der Hälfe der Gemeinden einer Talschaft wie dem Domleschg teilnehmen.

Selbst der Name Bündner Schnee-Wochen oder Denglisch „Grey Leagues snow weeks“ wäre lächerlich, geschweige denn sich affektierend „Swiss snow weeks“ zu nennen.

Graubünden hat drei schöne Landessprachen, eine davon ist gerade im Domleschg stark bedroht und wird fast bloß noch in Feldis und Präz gesprochen.

Warum nicht eine Namensgebung auf Romanisch oder warum nicht „Viamala Schnee-Wochen“. Nein, es muß heißen „Wöhrld Snoh Wiieks“.

Welt-Schnee-Wochen.

Diese Frage wäre der ehemaligen Gemeinderätin und Lehrerin „Daniela Kollegger“ (Thusis) zu stellen, die gemäß Berichten treibend hinter dem Projekt stehen soll.

Marketing-Gau für die Regio Viamala

Aber auch Stefan Kaufmann von Viamala-Tourismus. Dieser müßte doch kritisieren, daß man so nicht die Regio Viamala bekanntmacht. Was soll der affektierte, nichts-sagende, globalesisch daherkommende Spruch „World snow weeks“?

Es ist erfreulich, daß über den Anlaß immerhin ein wenig berichtet wurde. (im Internet ist kaum etwas zu finden) Umso mehr bedauerlich, daß die Regio Viamala einmal mehr bewiesen hat, daß sie marketing-mäßig versagt.

Kein Tourimus-Gebiet käme doch darauf, im Eigennamen eines solchen Anlasses seinen eigenen Regionsnamen wegzulassen. Wenn man es wenigstens Viamala Snow weeks genannt hätte, wenn man schon nicht auf Denglisch verzichten will.

Aber Welt-Schneewochen bzw. World Snow weeks für so einen regionalen Anlaß, das ist einfach mehr als albern. Nochmal: Selbst Graubünden Schneewochen wäre albern für einen so lokalen Anlaß. Und erst recht Schweizer Schneewochen. Und Welt-Schneewochen ist ja dann wohl völlig deplaziert für einen Anlaß, an dem ein paar Gemeinden aus der Talschaft Domleschg ihre Kindergärtler hinlassen.

Komisch, wenn man es auf Deutsch sagt, dann fällt einem sofort auf, wie albern es ist.

Oder?

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