Wolf-Abschuß im Domleschg: Wolf wurde vorher fotografiert – Warum wurde nicht informiert?

Wurde der im Domleschg erschossene Wolf vorher fotografiert? (Bildschirmfotoausriß: NZZ)

Wurde der im Domleschg erschossene Wolf vorher fotografiert? (Bildschirmfotoausriß: NZZ)

„Wolf abgeschossen im Domleschg“. So oder so ähnlich waren die schweizweiten Schlagzeilen. Jetzt gibt es neue Fakten.

Der Jäger konnte nicht ahnen, daß ein Wolf im Domleschg sei, ist aus Jägerkreisen zu vernehmen. So konnte es auch dazu kommen, daß versehentlich ein Wolf anstatteines Fuchses abgeschossen worden war.

Nun kommt ein neues Licht in den Fall. Denn der Wolf wurde mutmaßlich sogar fotografiert und das Amt für Jagd und Fischerei hatte Kenntnis davon.

Sicher hätte jeder Jäger noch viel genauer hingeschaut, wenn er Kenntnis gehabt hätte davon, daß ein Wolf im Domleschg sein könnte.

Es fragt sich: Warum hat das Amt für Jagd und Fischerei nicht darüber informiert, daß sich ein Wolf in der Gegend aufhalten könne?

Jean-Marie Zogg aus Bonaduz hat am vorletzten Freitag, 24. Januar, um 7 Uhr 50 von seinem Haus einen Wolf fotografiert. Man sieht das Raubtier, wie es Vögeln nachjagt und sich umdreht. Dies berichtet die Neue Zürcher Zeitung.

Zogg teilte dies dem kantonalen Amt für Jagd und Fischerei mit und leitete die Fotos weiter.

Das Amt für Jagd und Fischerei bestätigt dies auf Anfrage der NZZ und erklärt, man könne nicht sagen, ob der Wolf zum Calanda-Rudel gehöre.

Die NZZ schreibt dazu weiter: „Pikant an der Angelegenheit ist, daß vor weniger als zwei Wochen, am Wochenende vom 25./26. Januar, ein Jäger im Domleschg irrtümlich einen Wolf erschossen hatte.“

Ende Januar hatte ein Jäger aus dem Domleschg, welcher die Paßjagd auf Füchse ausübte, aus Versehen einen Wolf geschossen.

Nachdem der Jäger den Fehler bemerkt hatte, erstattete er unverzüglich eine Selbstanzeige bei der Wildhut. (Domleschg24.ch berichtete)

Es fragt sich: Handelte es sich bei dem im Domleschg erschossenen Raubtier um den Wolf, der von Zogg in Bonaduz fotografiert wurde?

Bericht und Fotos in der NZZ

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