Eigenartiges Demokratie-Verständnis der Viamala-Tourismus-Funktionäre

(von Remo Maßat) Aufgrunddessen, daß die Vermarktung von Viamala-Tourismus nicht gerade im Ruf steht, eine erfolgreiche touristische und anderweitige Vermarktung darzustellen, setzen erfolgreiche Firmen und Institutionen lieber darauf, sich selbst um Vermarktung zu kümmern.

Bisher fehlt jeglicher Beleg dafür, daß die umstrittene Tourismusorganisation "Viamala Tourismus" auch nur einen Gast mehr gebracht hat als es ohne sie der Fall gewesen wäre. Was aber auf jeden Fall zu scharf zu kritisieren ist, ist die mangelnde Akzeptanz für demokratische Abstimmungen bzw. das offenbar fehlende Demokrativerständnis, so kurz nach einer Abstimmung genau das Gegenteil öffentlich zu fordern, was die Stimmbürger demokratisch entschieden haben.

Bisher fehlt jeglicher Beleg dafür, daß die umstrittene Tourismusorganisation „Viamala Tourismus“ auch nur einen Gast mehr gebracht hat als es ohne sie der Fall gewesen wäre. Was scharf zu kritisieren ist, ist  das offenbar gänzlich fehlende Demokrativerständnis, so kurz nach einer Abstimmung genau das Gegenteil öffentlich zu fordern, was die Stimmbürger demokratisch entschieden haben. Wozu stimmt man dann überhaupt ab?

Der Redaktion sind hierzu mehrere Beispiele bekannt. Zudem ist gerade eine domleschger Tourismusvermarkungsinitiative am Entstehen, welche sich bewußt von Viamala-Tourimus distanziert, aber dazu mehr in einem späteren Beitrag.

Zurück zu Viamala-Tourismus:

Anstatt einmal über die Bücher zu gehen und sich zu fragen, was man falsch macht, giert die umstrittene Tourismusorganisation nach immer mehr Geld und Kompetenz. Dabei müßte sie ersteinmal selbst mehr Kompetenz beweisen, bevor sie mehr Kompetenzen fordert und an sich reißen will.

Denn mit mehr Geld und Befugnissen ist es wahrlich nicht getan. Man würde ja auch nicht vor einen Perdefuhrwerk mit einem lahmen Gaul ein weiteres Pferd spannen, denn der Karren würde dadurch nicht schneller.

Viamala-Tourismus glänzte in jüngerer Zeit vor allen Dingen darin, die Region als Schlaftal sieht, ließ sich 2010 etwa in der Südostschweiz unter „Die Bevölkerung schätzt die Ruhe“ ernsthaft zitieren mit: „Die Orte im Domleschg sind Wohndörfer, die Bevölkerung will keinen Rambazamba“.

Das ist ungefähr wie ein Jäger, der öffentlich bekundet, er sei überzeugter Veganer aber zudem der richtige Ansprechpartner, um zu erklären, wie man Fleisch zubereitet.

Ich kenne jedenfalls zahlreiche Leute, die sicher gerne mehr Gäste und Besucher im Domleschg hätten und die Talschaft nicht als „Wohndörfer„-Tal sehen.

Eigenartiges Demokratieverständnis von Viamala-Tourismus

Nachdem nun die Stimmbürger von Graubünden das TAG (Tourismusabgabegesetz) auf demokratischem Wege als Zwangsabgabe abgelehnt haben, mißachtet Viamala-Tourismus den Volkswillen und versucht, eine solche auf regionaler Ebene einzuführen.

Dies ist stoßend. Er ist so, wie wenn nach der Abstimmung über den Zweitwohnungsbau Viamala-Tourismus käme und sagen würde, wir versuchen das regional einfach zu umgehen, uns interessiert nicht, wie die Stimmbürger befunden haben. Wir scheren uns nicht um die Zweitwohnungsinitiative sondern umgehen sie einfach auf Gemeindeebene bzw. regionaler Ebene.

Wenn so ein Demokratie-Verständnis herrscht, kann man sich Abstimmungen auch gleich sparen.

Daher ist zu hoffen, daß die Tourismusorganisation damit nicht durchkommt.

Denn Demokratie ist nunmal so, daß abgestimmt wird, damit nachher das umgesetzt wird, was die Abstimmung, also die Mehrheit der Stimmbürger, entschieden hat. Und nicht, damit genau das Gegenteil durchgeführt wird.

Soviel Mindestmaß an Demokratie-Verständnis sollte man eigentlich auch von den (hochbezahlten) Funktionären einer Tourismus-Bürokratie erwarten dürfen.

Die Tourismus-Bürokratie beschäftigt übrigens ausweislich ihrer Webseite mindestens an die 20 Personen.

Lesen Sie auch: Was ist von TAG zu halten?

 

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