Stellen Sie sich einmal vor…

21. November 2012
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… Sie würden mit einem öffentlichen Fußweg einer Gemeinde folgendes machen:

Normalerweise wäre dieser öffentliche Fußweg fast 2 Meter breit (1,95). Hier kann man nicht einmal ein Metermaß auf 2 Meter ausziehen. Bahnschwellen wurden angebracht, der Weg verkleinert und sogar Fallstricke angebracht.

Normalerweise wäre dieser öffentliche Fußweg fast 2 Meter breit (1,95). Hier kann man nicht einmal ein Metermaß auf 2 Meter ausziehen. Bahnschwellen wurden angebracht, der Weg verkleinert und sogar Fallstricke angebracht.

– ihn aufschütten

– ihn auf mehreren Metern wie Ihre private Autoauffahrt plästern

– auf einigen Metern unterhalb des zugunsten der Verbreiterung ihrer Auffahrt aufgeschütteten Teil Bahnschwellen einbringen

– den Fuß- und Wanderweg um satte zwei Drittel verschmälern.

–  Weiden auf dem öffentlichen Weg anpflanzen und wachsen lassen

–  Passanten verbieten, außerhalb des von Ihnen festgelegten Drittels zu laufen

– gefährliche Fallstricke im Fußweg anbringen, sodaß alle stürzen können, die sich nicht an “ihr Drittel” halten

Was würde eine normale Gemeinde machen? Einschreiten und denjenigen, der sowas mit einem öffentlichen Fußweg der Gemeinde – auf dem Schüler und Erwachsene täglich entlanglaufen – macht, auffordern, das umgehend zu unterlassen und den normalen, gesetzmäßigen Zustand wiederherzustellen.

Es gibt aber eine Gemeinde in der Talschaft des Domleschg, die nicht einmal handelt, wenn ihr diese Sachen bekannt sind. Und nicht einmal dann, wenn sie deswegen angeschrieben wird.

Doch machen Sie sich selbst ein Bild bzw. Bilder:

Seit Jahren schaut die Gemeinde zu. Selbst, als gefährliche Fallstricke (siehe Foto) am öffentlichen Weg angebracht werden, handelt sie seit Monaten nicht, bis heute...

Seit Jahren schaut die Gemeinde zu. Selbst, als gefährliche Fallstricke (siehe Foto) am öffentlichen Weg angebracht werden, handelt sie seit Monaten nicht, bis heute…

Laut Grundbuchamt wäre der öffentliche Weg an dieser Stelle fast 2 Meter breit. Im Bild ist zu sehen, wie er verkleinert wurde und ein Metermaß, welches die 2 Meter umfaßt.

Laut Grundbuchamt wäre der öffentliche Weg an dieser Stelle fast 2 Meter breit. Im Bild ist zu sehen, wie er verkleinert wurde und ein Metermaß, welches die 2 Meter umfaßt.

 

Laut Grundbuchamt Thusis mißt der öffentliche Weg fast 2 Meter Breite. Übrig bleiben nach der privaten Inbeschlagnahme noch gut 60 Zm.

Laut Grundbuchamt Thusis mißt der öffentliche Weg fast 2 Meter Breite. Übrig bleiben nach der privaten Inbeschlagnahme noch gut 60 Zm.

Einen öffentlichen Weg mit Bahnschwellen garniert, als ob es ein Privatweg wäre. Und auf zirka 60 Zm. von ehemals fast 2 Metern Breit verschmälert. Die Gemeinde unternimmt nichts.

Einen öffentlichen Weg mit Bahnschwellen garniert, als ob es ein Privatweg wäre. Und auf zirka 60 Zm. von ehemals fast 2 Metern Breit verschmälert. Die Gemeinde unternimmt nichts.

Als öffentlicher Fußweg gar nicht mehr wahrzunehmen. Ein Teil wie ein Privatweg mit Bahnschwellen, ein weiterer Teil einfach wie eine private Auffahrt illegal gepflästert.

Als öffentlicher Fußweg gar nicht mehr wahrzunehmen. Ein Teil wie ein Privatweg mit Bahnschwellen, ein weiterer Teil einfach wie eine private Auffahrt illegal gepflästert. Außerdem private Bepflanzungen, welche den Weg zusätzlich beanspruchen.

Erkennen Sie hier noch einen öffentlichen Weg? Links im Bild ist er. Er ist wie ein Teil der Auffahrt des nebenanliegenden Privatgrundstücks aufgeschüttet und gepflästert worden.

Erkennen Sie hier noch einen öffentlichen Weg? Links im Bild ist er. Er ist wie ein Teil der Auffahrt des nebenanliegenden Privatgrundstücks aufgeschüttet und gepflästert worden.

Zwei Nachbarn wollten dem Vernehmen nach den öffentlichen Weg der Gemeinde abkaufen, was nicht möglich war. Jetzt verleibt man sich offenbar den Weg einfach ein. So kann es doch nicht zugehen. Wenn jeder auf öffentlichen Wegen Bahnschwellen einbringt, Teile davon aufschüttet und pflästert, Fallstricke anbringt (die noch dazu gefährlich sind), Pflanzen reinwachsen läßt usw. usf., wo würde das hinführen? Warum macht die Gemeinde nichts?

Zwei Nachbarn wollten dem Vernehmen nach den öffentlichen Weg der Gemeinde abkaufen, was nicht möglich war. Jetzt verleibt man sich offenbar den Weg einfach ein. So kann es doch nicht zugehen. Wenn jeder auf öffentlichen Wegen Bahnschwellen einbringt, Teile davon aufschüttet und pflästert, Fallstricke anbringt (die noch dazu gefährlich sind), Pflanzen reinwachsen läßt usw. usf., wo würde das hinführen? Warum macht die Gemeinde nichts?

 

Lesen Sie auch derweil erst Bericht Nr. 1 und Bericht Nr. 2

Oder eine Satire.

Remo Maßat

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