Steinschlag: 2,4 Mio für neue Schutzwand bei Rothenbrunnen

21. Februar 2013
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Gefährliche Stelle: Steinschlaggefahr zwischen Rhäzüns und Rothenbrunnen auf der H13 (Archivfoto: Polizei24.ch)

Gefährliche Stelle: Steinschlaggefahr zwischen Rhäzüns und Rothenbrunnen auf der H13 (Archivfoto: Polizei24.ch)

1,5 Jahre Bauzeit sind vorgesehen und Kosten von 2,4 Mio Franken veranschlagt: Postautoschofföre aber auch Autolenker können ein Lied davon singen, wie gefährlich die Stelle ist. Viele Einheimnische haben sogar schon selbst einen Steinschlag erlebt. Und es sind immer wieder Spuren von heruntergegangenen Steinschlägen zu sehen.

Gemeint ist ein hinsichtlich Steinschlag sehr gefährlicher Straßenabschnitt zwischen Rhäzüns und Rothenbrunnen auf der Italienischen Straße. Nun handelt endlich die Bündner Regierung, welche ein Bauprojekt zur Beseitigung der Gefahr abgesegnet  hat.

In dem technischen Bericht, welcher der Redaktion vorliegt, heißt es:

Die H13 Italienische Straße verbindet Rhäzüns mit dem Domleschg. Außerdem dient die Hauptstraße in diesem Bereich als Ausweichroute für die Nationalstraße A13 mit den beiden Tunnels Isla Bella und Plazzas.
Der Abschnitt weist einen ungenügenden Schutz gegen Steinschlag auf. Mit dem Bauvorhaben soll dies verbessert und an die heutigen Anforderungen der Verkehrssicherheit angepaßt werden.
Das Projektgebiet liegt entlang der Italienischen Straße H13 und der Bahnlinie Chur-Thusis der Rhätischen Bahn. Der Projektperimeter umfasst die Felsbereiche A und B. Im gesamten Projektabschnitt verläuft die Kantonsstraße am Fuß der beiden Felswände. Der gesamte Projektbereich ist
sehr steil. Praktisch alle Sturzkörper aus den beiden Felsbereichen landen als ungebremste Direkttreffer auf der Straße. Teilweise gelangen sie sogar bis auf die Gleise der parallel zur Straße liegenden RhB.
Felswand A:
Die Dokumentation zur Maßnahme gegen die Steinschlaggefahr bei Rothenbrunnen

Die Dokumentation zur Maßnahme gegen die Steinschlaggefahr bei Rothenbrunnen

Die bergseitig an die Straße angrenzende Felswand hat eine Länge von zk. 120 M und ist bis zu 45 M. hoch. Über eine Länge von zk. 30 M. wurde das Lichtraumprofil der Straße bis in eine Höhe von zk. 4.30 M. durch Schrämmen um etwa 0.60 M. aufgeweitet. Hierdurch ist ein Überhang entstanden, der bis über die bergseitige Richtungsfahrbahn reicht.

In der Wand befinden sich Miliärbauten. Nähere Angaben über die innere Ausdehnung der künstlich angelegten Betonbauten undderen Auswirkung auf die Stabilität der Felswand liegen nicht vor. Ein Auffangraum für Sturzkörperist nur unter dem südlichen Wandteil vorhanden. Es sind Holzwände zum Steinschlagschutz vorhanden.
Die Straße verläuft teilweise auf einer Stützmauer, teilweise wird sie auf einer Lehnenbrücke geführt. Talseitig, zk. 3.5 M. tiefer, verläuft die ein
spurige RhB-Strecke.
Felswand B:
Die Felswand B schliesst bergseitig an die Kantonsstraße an, ist zk. 45 M. lang und hat eine Höhevon bis zu 15 M. Um das Lichtraumprofil der Straße
zu vergrößern, wurde der Fels nahezu überdie gesamte Wandlänge ausgefräst. Am südlichen Wandteil ist der Abstand zur Straße größer und
es wurde eine Stützmauer mit geringem Freibord vorgesetzt. Die Straße verläuft auf einer Lehnenbrücke. Etwa 4 M. tiefer verläuft die RhB-Strecke.

Für die Bauphase ist eine Schutzwand in der Straßenmitte zur Schaffung eines Arbeitsraumes und zum Schutz der talseitigen Fahrspur und der RhB-Geleise notwendig. Somit wird der Abschnitt nur einspurig befahrbar sein.

Die Schutzmaßnahmen der R hB-Geleise werden gemäss Vorschriften der RhB erstellt. Zeitweise wird Nachtarbeit nötig sein , vor allem zur Erstellung der Schutzwand. Die Arbeiten für beide Felswände dauern ca. je 4 Monate und müssen nacheinander ausgeführt werden.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf ca. 2.4 Mio. Franken inkl. MWSt. In den Aufwendungen enthalten sind Bau, Projekt- und Bauleitung und Verwaltung.
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