Standort Graubünden: wirtschaftsfeindliche und kranke Mindeststeuer

30. Januar 2014
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Planwirtschaft und Gängelei per Mindeststeuer

Standort Graubünden: Planwirtschaft und Gängelei per Mindeststeuer

(Remo Maßat) Der Kanton Graubünden hat eine wirtschaftsfeindliche Mindeststeuer für Firmen und Gewerbetreibende erst kürzlich eingeführt.

Dies ist falsch und standortschädlich.

Telefonisch ist beim Kantonalen Steueramt Graubünden zu erfahren, man wolle damit Leute mit ruhenden Firmen bewegen, sie zu löschen.

Anstatt den Beamtenapparat zu stoppen und nicht ständig weiter auszubauen, gibt es eine neue Steuer.

Perfide Strafsteuer trifft genau die Falschen

Anstatt zu fragen, wie es möglich sein kann, daß eine ruhende Firma 419,– an Verwaltungskosten von Beamtentätigkeiten verschlingt, schädigt man ausgerechnet die Firmen und Gründer, die in Graubünden investieren möchten.

Denn: Auch nicht-ruhende, sondern aktive Firmen sind betroffen. Sofern sie den Fehler begehen und zu investieren anstatt die Gewinne dem Unternehmen zu entnehmen. Ein Unternehmen, das keinen Gewinn hat, weil es seine Einnahmen im Kanton Graubünden investiert, z. B. in Internetprojekte (wie Domleschg24.ch) investiert und Menschen anstellt, die redaktionell mitarbeiten, wird abgestraft mit der Mindeststeuer.

Wer also Arbeitsplätze und Innovationen schafft, anstatt Gewinne zu entnehmen, der wird am Standort Graubünden bestraft.

Dann trifft sie die perfide Strafsteuer in vollem Umfang. Man bestraft also ausgerechnet Leute, die man eigentlich fördern müßte und sollte: Solche Menschen, die investieren statt abzugreifen. Und das am “Standort” Graubünden, der als strukturschwach gilt bzw. es ohne Zweifel ja auch ist.

Wer sich also nach Graubünden wagt und dort investiert, der muß Zwangsgelder in Form von Steuern für einen völlig überrissenen Steuerbeamten-Apparat berappen.

Wie krank und falsch, diese Firmen, welche Einnahmen investieren, nicht wenigstens auszunehmen.

Doch auch mit so einer Ausnahme wäre es noch völlig krank:

Aufgeblähte, kostspielige Bürokratie

Ein Bürokratieapparat, der für ruhende Firmen 419 Fr. an Kosten pro Jahr verursacht, ist krank. Kein Privatunternehmen würde sich solch eine bürokratische Mißwirtschaft leisten. Soetwas kann nur ein Kanton, der auf Zwangsabgaben (Steuern) zurückgreifen kann, um solch einen aufgeblähten Bürokratie-Apparat zu bewirtschaften.

Warum Menschen mit ruhenden Firmen bestrafen?

Und wirtschaftsfeindlich ist es auch selbst, wenn man die Firmen / Menschen ausläßt bzw. ausließe, welche Gewinne reinvestieren und daher keinen Gewinn haben und mit der Mindeststeuer bestraft werden. Denn selbst solche Leute, die die Firmen nicht löschen, auch wenn sie inaktiv sind, die haben ja dafür einen Grund: Daß sie möglicherweise mit der ruhenden Firma noch eimal etwas machen wollen, oder verkaufen wollten. Sonst würden sie ja sofort löschen.

Firmengründer werden abgeschreckt, im Kanton zu investieren

Und darüberhinaus: Man schreckt Firmenansiedlungen ab von innovativen Unternehmen, die reinvestieren wollen anstatt Gewinne auszuschütten und dann trotzdem wie die ruhenden Firmen bestraft werden mit dieser perfiden Mindeststeuer.

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