Cazis: IPV 2012 (Krankenkassen-Prämien-Verbilligung)

2. Dezember 2012
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Die Krankenkassenprämien in der Schweiz steigen seit Jahren exorbitant und unaufhörlich ins immer mehr Maßlose.

Die Gier von wenigen zahlen alle. Es gibt etwa einen um mehrere hundert Prozent stärkeren Anstieg der Ärzte als die Bevölkerung ansteigt. Dies führt zu Fehlanreizen. Und das System der Krankenversicherung ist zudem ebenfalls immanent fehlanreizorientiert. Anders als Deutschland ist die Schweiz aber noch nicht pleite und so schaut man bei der Fehlentwicklung auch seitens der Politik einfach weiter zu. Zum Schaden nicht nur der Geldbörsen sondern auch der Gesundheit der Normalbürger.

Die Allgemeinheit zahlt die Gier von wenigen

Die Allgemeinheit zahlt die Gier von wenigen (Foto: Remo Maßat, Schlagwort AG)

Kosumentenorganisationen wie Konsumentenschutz, K-Tipp oder der Schweizerischer Beobachter berichten seit Jahren darüber, wie Ärzte völlig unnötige (und im besten Fall unschädliche) Vorsorgeuntersuchungen veranstalten oder sinnlose Nachuntersuchungstermine machen, nur um Geld zu generieren.

Dies, um nur ein Beispiel zu nennen.

Familien, die nicht der Abzocker-Klasse angehören oder auch Einzelpersonen tun sich daherzunehmend schwerer, die ständig und zwar von Jahr zu Jahr aufgrund dieser politischen Fehler steigenden Krankenkassenprämien zu schultern.

War es noch vor Jahrzehnten und auch noch vor einigen Jahren kein Problem, daß jeder seine Prämien zahlen konnte, ist es von Jahr zu Jahr gerade für sozial schwächere Haushalte schwieriger.

Letztlich trägt die Folgen der Ärzteflut in der Schweiz nicht die Pharmaindustrie, welche an zum Teil sinnlosen Medikamenteverschreibungen prächtig profitiert und letztlich tragen dies auch nicht die immer mehr werdenden Ärzte aus dem In- und Ausland, welche sich in der Schweiz niederlassen. Sondern die Allgemeinheit, sprich der Steuerzahler trägt es.

Da, wo´s lukrativ ist, sind besonders viele Ärzte. Das Bundesamt für Statistik, das alle Firmen jedes Jahr mit Fragebögen schikaniert, schafft es nicht einmal, Zahlen für 2011 aufzuberiten. Die Zahlen sind von 2010....

Da, wo´s lukrativ ist, sind besonders viele Ärzte. Das Bundesamt für Statistik, das alle Firmen jedes Jahr mit Schikane-Fragebögen foltert (!), schafft es nicht einmal, Zahlen für 2011 aufzuberiten. Die Zahlen sind von 2010….

Die Sozialversicherungsanstalt Graubünden leistet aufgrund dieser Mißstände im Gesundheitssystem wie auch in anderen Kantonen inzwischen üblich jährlich massive Beiträge an die Krankenkassengrundversicherung für Einzelpersonen und Familien mit bescheidenen Einkommens- und Vermögensverhältnissen.

Wer im Frühjahr 2012 keinen Bezugsberechtigungsschein (BBS) erhalten hat oder noch keinen IPV-Antrag für das Jahr 2012 gestellt hat, und sich als bezugsberechtigt betrachtet, kann ein Anmeldeformular auf der Gemeindeverwaltung beziehen.
Das Anmeldeformular und die Wegleitung kann auch direkt unter www.SVA.GR.ch ausgedruckt werden. Die Anmeldung für das Jahr 2012 ist noch bis zum 31.12.2012 möglich.

Der Antrag muß bei der Gemeindeverwaltung eingereicht werden. Darauf weist die Gemeinde Cazis hin. Das gleiche gilt für alle Gemeinden des Domleschg bzw. der Talschaft des Domleschg inkl. der Talseite Heinzenberg.

Nachtrag:

Einen großen Teil der exorbitant von Jahr zu Jahr steigenden Sozialversicherungskosten tragen übrigens auch KMU. Also diese Firmen bzw. Menschen, welche gemäß offizieller Statistik 98 % der Arbeitsplätze schaffen (ganz im Gegensatz zu international agiernden Großkonzernen)

DemmSteuererhöhungen wird zwar vom Volk her nicht zugestimmt, doch es gibt sogenannte versteckte Steuererhöhungen. Es werden einfach die Bußen erhöht. Des sollte das Tehema der versteckten Steuererhöhungen thematisiert werden. Denn wen treffen solche Bußen? Die Kleinen, die sich nicht Horden von Steuerberatern und Anwälten leisten (können).

Bußen: Etwa für das nicht-pünktliche Einreichen von Sozialversicherungs-Jahresabrechnungen. Kleine Internet- und Mini-Medienunternehmen wie 1a Internet GmbH werden so brutalst mit Bußen eingedeckt.

Die Bußen sind hierbei wesentlich höher als für Leute, die mit Rauschgift handeln (und ganz nebenbei erwähnt ohnedies keine Steuern entrichten). Manchmal fragt man sich daher wirklich, ob man nicht im falschen Gewerbe angesiedelt ist.

Es ist aber ähnlich wie bei den Verkehrsbußen. Da, wo´s was zu holen gibt, greift man. Der Falschparkierer zahlt mehr als der Drogenhändler. Und man bestraft Leute, die investieren und arbeiten und Leute, die Arbeitsplätze schaffen und selbst wenn es nur ein KMU mit fünf Arbeitsplätzen ist. Schöne gerechte Welt. Wer hingegen keiner Tätigkeit nachgeht und nicht selbstständig ist, der bekommt alles vom Staat bezahlt… Und Rauschgifthändler: Denen zahlt man sogar die Anwälte von Steuergeldern – bis vors Bundesgericht. Daher sind in den Bundesgerichtsurteilen zunehmen weniger “normale” Bürger zu finden und immer mehr Prozesse von anderen… Eine Entwicklung, die seit den 68er-Jahren anhält.

Wie Mini-Unternehmer in der Schweiz gegängelt werden und massiv abgezockt werden, das kann auch hier nachgelesen werden. (Versuche des Amts, den Bericht zu löschen, blieben übrigens erfolglos. Aus einem äußerst bedrückenden, wie auch genauso einfachem Grunde: Weil der Bericht leider der Wahrheit entspricht).

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