Ein neues Obermutten darf es nicht geben: Politische Forderung, einheimische Unternehmen zu berücksichtigen

21. Februar 2013
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Jürg Kappeler, Grünliberale GR, fordert: “Aus diesem Grund wird die Regierung beauftragt, Maßnahmen auszuarbeiten und umzusetzen, mit denen sichergestellt wird, daß zukünftig vermehrt Unternehmensdienstleistungen von Bündner Firmen erbracht werden.”

Jürg Kappeler, Grünliberale GR, fordert: “Aus diesem Grund wird die Regierung beauftragt, Maßnahmen auszuarbeiten und umzusetzen, mit denen sichergestellt wird, daß zukünftig vermehrt Unternehmensdienstleistungen von Bündner Firmen erbracht werden.” (Bild: Grünliberale GR)

Trauen selbst Kantons-Behörden und andere kantonal geprägte Institutionen einheimischen Unternehmen nichts zu? Oder gibt es in Graubünden keine kompetenten Firmen?

Ein Vorstoß der Grünliberalen GR fordert, daß einheimische Unternehmen berücksichtigt werden sollen, wenn sie Arbeiten zu gleicher Qualität liefern können.

Denn nicht nur, daß Graubünden oft bei Aufträgen vom Bund übergangen wird. Man geht hier lieber auf bernische oder zürcher Unternehmen zu. Auch der Kanton Graubünden selbst spielt hier eine unrühmliche Rolle.

So gab etwa erst kürzlich die umstrittene Tourimusorganisation Graubünden Ferien, welche in kommunistischer Manier via einer zusätzlichen Abgabe (Tourimusabgabe-Gesetz) noch mehr Gelder für sich bekommen wollte, den Auftrag für die noch umstrittenere “facebook”-Aktion von Obermutten an eine zürcher Agentur. Als ob es nicht direkt um die Ecke, in Thusis, wenige Minuten von Mutten entfernt Agenturen gehabt hätte.

Daß das ganze zudem noch ein großer Mißerfolg war, wurde im Kanton selbst einzig durch die neue Internetlokalzeitung Domleschg24.ch öffentlich gemacht (ansonsten berichteten über den Mißerfolg nur außerkantonale Medien, erst später kamen auch kritische Berichte von der Südostschweiz… Besonders stoßend: Bis heute weigert sich Graubünden Ferien im übrigen, die genauen Zahlen bekanntzugeben)

Zu dieser stoßenden Praxis seitens kantonalen Behörden oder kantonalen Organisationen (Graubünden Ferien), Aufträge nicht heimischen Unternehmen zu geben, gab es nun im Februar von grünliberaler Seite einen Vorstoß im Großen Rat seitens Jürg Kappeler, seines zeichens Präsident der Grünliberalen GR.

Den Vorstoß im Wortlaut hat die neue Publikation “Rhätische-Zeitung.ch” wiedergegeben.

Zum Bericht

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