Bewässerungs-Projekt Domleschg

Die viele Sonne ist schön, doch es gibt auch Nachteile. Immer wieder machen der domleschger Landwirtschaft speziell auf der rechten Talseite Trockenheiten enorme Probleme. Davon zeugen auch historische Anlagen, alte Bewässerungsgräben.

Bewässerungsprojekt für das Domleschg (Foto: Lebenselixier Wasser - Remo Maßat /www.Blaues-Gold.ch)

Bewässerungsprojekt für das Domleschg (Foto: Lebenselixier Wasser – Remo Maßat /www.Blaues-Gold.ch)

Das Bewässerungsprojekt Domleschg wurde in den vergangenen zwei Jahren durch den Bauernverein Domleschg unter Einbezug der Konzessionsgemeinden und EWZ weiter bearbeitet.

Es ist vorgesehen, diesen Sommer die beteiligten Grundeigentümer zur Gründung einer öffentlich-rechtlichen Genossenschaft einzuladen, so die Gemeinde Pratval in einer Mitteilung.

Als Vorbereitung zu diesem Schritt muß das Abstimmungsregister gestützt auf Art. 19 der Vollziehungsverordnung zum Meliorationsgesetz des Kantons Graubünden (MelV; BR 915.110) während dreißig Tagen öffentlich aufgelegt werden.

Gemeindekanzlei Dienstag, 09.00 – 11.00 Uhr
Donnerstag, 16.00 – 19.00 Uhr

Die Auflage findet von Freitag, 12. April bis Montag, 13. Mai 2013 statt.

Für Auskünfte steht auch das Amt für Landwirtschaft und Geoinformation (ALG) gerne zur Verfügung.

Der Bauerverein Domleschg berichtet zum Thema auf seiner Webpräsenz (kursiv):

Im Berg verläuft ein großer Wasserstollen, der Wasser vom Solis-Stausee nach Rothenbrunnen führt. Einen kleinen Teil dieses Wassers möchten wir für die Bewässerung nutzen, um die Landwirtschaft für die Zukunft zu sichern. Der Druck mußnur leicht erhöht werden und in Scharans und Rothenbrunnen hat es bereits bestehende Zugangsstollen, welche den Zugang zum Stollen im Berg ermöglichen.

Wir wollen den vielseitigen Charakter der domleschger Landwirtschaft erhalten.
Das Domleschg ist bekannt für eine abwechslungsreiche Landwirtschaft mit Ackerbau und Futterbau, aber auch viele Hecken und artenreiche Naturwiesen.

Vielleicht täte etwas mehr Durck dem Solis-Stausee sogar gut. Die EWZ schrieben vor der Errichtung einer Geschiebeumleitmaßnahme, welche 40 Millionen (!) Franken kostet (kursiv):

Die im Jahr 1986 fertiggebaute, 61 Meter hohe Bogenstaumauer Solis staut die Albula oberhalb der Schynschlucht zu einem knapp 3 km langen See.

Aufgrund natürlicher Wasserschwankungen transportieren die Flüsse Albula und Julia jährlich rund 80’000 m3 Gestein, Kies und Sand – das sogenannte Geschiebe – in den Stausee. Dies führt zu Produktionseinbußen und kann zu einem Sicherheitsproblem werden.

Durch das aufgestaute Material verringert sich zudem das Nutzvolumen für die Stromgewinnung stetig. Heute beträgt dieses mit rund 2 Mio m3 nur noch die Hälfte des ursprünglichen Volumens.

Die NZZ titelte 2011 „teurer Stausee“, denn der Geschiebeumleitstollen kostete enorm viel Geld.

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