Bergsteigen am Piz Beverin…

25. Juli 2013
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Das Domleschg hat nicht nur 3 Skigebiete, unzählige Wanderwege und andere Tourismusgelegenheiten (Gleitschirmfliegen ist möglich, um nur ein weiteres Beispiel anzuführen) sondern ist auch Ausgangspunkt für viele Bergtouren und auch Bergwanderungen:

Der Piz Beverin als Wahrzeichen der Talschaft ist bei vielen Bergsteigern und Bergwanderern bekannt. Und dies, obwohl sich das Domleschg schlecht bzw. eigentlich so gut wie gar nicht vermarktet. Man muß eigentlich schon von einer Art Negativ-Vermarktung sprechen in Anbetracht der bestehenden Möglichkeiten.

So gibt es nicht mal in der Umgebung ein Geschäft für Bergbekleidung. Wer Bergsteigen oder Bergwandern möchte, muß sich anderswo oder im Internet, etwa bei Anbietern wie Campz.ch umsehen. In anderen ähnlich-gelagerten Gegenden, welche sich erfolgreich als Tourismus-Destinationen vermarkten, undenkbar.

Aber in einer Talschaft, die sich von einer Tourismusorganisation (Regio Viamala) mitvermarkten läßt, die das Domleschg als “Durchgangstal” sieht, da ist es schon anders.

Dahei ist die Zentrierung zu hinterfragen. Denn die Tendenz ist – aus leider gutem Grund – genau gegenläufig. Alle wirklich erfolgreichen Tourismus-Destinationen kehren gegenwärtig der erfolglosen (und höchst umstrittenen) Bürokratie-Überorganisation “Graubünden Ferien” öffentlich den Rücken. Nachzulesen in Zeitungsbeiträgen, die sogar vom Quasi-Monopolmedium kommen. Davos genauso wie St. Moritz. Sie vermarkten sich lieber selber.

Was lernt man daraus im Domleschg? Man widersetzt sich dem Volkswillen und will nach der berechtigten und richtigen Ablehnung der Tourismus-Zwangsabgabe TAG zugunsten von Graubünden Tourismus eine eigene Zwangsabgabe einführen. Was für sinnvolle Sachen dann mit solchen Geldern passieren, kann man in einem früheren Beitrag auf Domleschg24.ch nachlesen. Über Regio Viamala will man die vom bündner Stimmvolk abgelehnte Zwangsabgabe doch noch einführen. Über ein neues Gesetz. Das monströs-planwirtschaftliche TourismusfinanzierungViamala: (Vernehmlassung_Dossier )

Man könnte dabei sovieles mehr machen, wenn man das Heft selbst in die Hand nähme. Die Talschaft hat eine – nicht nur für bündner Verhältnisse – absolut beneidenswerte Verkehrsanbindung an den ÖV (sie verdankt diese u. a. dem viel-geschmähten Durchgangsverkehr, etwa vom Engadin / St. Moritz). Und was macht man daraus. Man jammert, man sei ein Durchgangstal. Und die Tourimusorganisation Regio Viamala äußerte an einem Podium öffentlich, die Einwohner wollen ihre Ruhe haben.

Man wird sich wohl entscheiden müssen zwischen Erfolg wie St. Moritz, Davos oder auch des nahen Flims oder der vielgepriesenen Ruhe.

Claaß Dreymuth

Einige Bergbesteigungs-Eindrücke:

Bergsteigen am Piz Beverin...

Bergsteigen am Piz Beverin…

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